Unere Vision

Am 23. Januar 2000 gründeten einige mutige Männer und Frauen unserer Gemeinde mit einem Gottesdienst die Evangelische Brückengemeinde. Es war ein ungewöhnlicher und nicht gerade unangefochtener Schritt, in der evangelischen Landeskirche eine weitere Gemeinde zu gründen. Aber die Männer und Frauen der ersten Stunde hatten eine Vision von einer Gemeinde, in der Menschen, die kaum oder gar nicht mehr in ihre Kirche gehen, auf neue Weise etwas über den Glauben an Jesus Christus erfahren und somit Gott begegnen können.

In der jungen Gemeindegründungsbewegung der anglikanischen Kirche sagt man: “You must be caught by the vision!”  Übersetzt heißt das soviel wie: „Du muss von der Vision ergriffen sein!“ Es könnte aber auch heißen: „Du musst von ihr gefangen sein, daran hängen bleiben.“ Hinter diesem Satz steckt die Einsicht, dass es ohne ein von Gott geschenktes Bild von der Zukunft und ohne die tiefe innere Überzeugung, dass Gott etwas in unserer Welt bewegen möchte, keine oder kaum Veränderung gibt. Jemand schrieb mal: „Wer will, dass Kirche bleibt, wie sie ist, will nicht dass sie bleibt.“ (Rob Warner).

In dem Leitsatz der Evangelischen Brückengemeinde spiegelt sich unsere Vision wider.

Darin heißt es:

„Wir sind eine von Jesus Christus geprägte,
missionarische Gemeinde
und wollen seine Liebe ausstrahlen.“



 


Nicht, dass wir schon soweit wären, aber dieses Ziel ist uns vor Augen! Von Jesus Christus geprägt sein heißt für uns, Jesus zu begegnen, auf ihn zu hören und ihm nachzufolgen und zwar im Gebet, in den Gottesdiensten, im Hauskreis kurz: in allen Treffpunkten unserer Gemeinde. Es ist unsere Vision, immer mehr lebensverändernde Gottesdienste miteinander zu feiern, in denen ganz unterschiedliche Menschen Gott begegnen können. Es sollen Gottesdienste sein, die durch die Musik, durch sehr vielfältige kreative Elemente, durch tiefgehende Predigten und durch ehrliche Gebete geprägt sind.

Darüber hinaus hat Jesus uns den Auftrag gegeben, missionarische Gemeinde zu sein, also „hinauszugehen“ und – wie es in Matthäus 28,19 heißt – „alle Menschen zu Jüngern zu machen“. Das ist nicht nur der Auftrag, mit Menschen über Gott zu reden, sondern dieser Auftrag fängt häufig mit ganz praktischer Hilfe und Begleitung an. Es ist unsere Vision, dass unsere Gemeinde nicht für sich bleibt, sondern buchstäblich hinausgeht.

Gleichzeitig wollen wir seine Liebe ausstrahlen. Wenn es nur auf unsere Liebe ankäme, wäre unsere Gemeinde schnell am Ende. Aber Jesus hat uns seine Liebe gegeben. Es geht uns darum, dass wir uns immer wieder neu mit dieser Liebe füllen lassen, um dann davon zu geben. Jesus sagt einmal: „An eurer Liebe zueinander wird jeder erkennen, dass ihr meine Jünger seid." (Joh 13,35). Gemeinde zu leben geht nicht ohne diese Liebe Jesu, die uns und unser Handeln prägen soll. Wir wollen Menschen integrieren, sie wahrnehmen und ernst nehmen, damit jeder seinen Platz in der Gemeinde finden kann.